Platzspartipps für kleine Räume

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Gerade in den Großstädten ist Wohnraum begrenzt. Wer endlich eine passende Wohnung gefunden hat, die auch bezahlbar ist, steht meist vor dem Problem, nicht die Quadratmeterzahl sein Eigen zu nennen, die er sich wünscht. Nun ist Kreativität gefragt, denn nicht die Größe ist der Luxus, sondern das was man daraus macht. Im Folgenden ein paar Tipps und Kniffe, wie Sie mehr aus Ihren Räumen rausholen.

Mehr Platz im Wohnzimmer

Das Wohnzimmer ist der Wohn-Raum, in diesem halten die meisten Menschen sich am häufigsten auf. Er sollte also gemütlich sein.

Achten Sie bei der Möbelwahl darauf, dass Sie keine großen und klobigen Stücke kaufen. Diese nehmen optisch viel mehr Platz weg als sie Stauraum bringen. Achten Sie auch auf die Farbe. Dunkle Möbel wirken meist größer als sie eigentlich sind.

Verzichten Sie auf die Schrankwand, die alle Ihre HiFi-Geräte an einem Platz aufnimmt. Sie würde den Raum dominieren. Setzen Sie lieber auf ein Regal für Bücher, DVDs und CDs und ein Lowboard für Fernseher und HiFi-Anlage. So wirkt das Wohnzimmer offener. Außerdem sind Sie so flexibler, wenn Sie mal umstellen möchten.

Die Wandfarbe kann entscheidend dazu beitragen, einen Raum größer (oder kleiner) wirken zu lassen. Wählen Sie für kleine Räume helle und pastellige Töne, so erscheinen sie größer. Verwenden Sie kräftige und knallige Farben nur punktuell, denn sie wirken stauchend.

Ein großer, ausladender Ficus bringt zwar viel Grün ins Wohnzimmer. Er kann sich aber, an der falschen Stelle aufgestellt, zum Ärgernis entwickeln. Nämlich dann, wenn Sie ständig Slalom darum laufen müssen. Verwenden Sie lieber kleinere Pflanzen, die Sie beispielweise auf dem Regal zwischen CDs und DVDs und auf der Fensterbank positionieren.

Raum zum Schlafen

Im Schlafzimmer benötigt der Kleiderschrank neben dem Bett den meisten Platz. In kleinen Räumen können Sie mit einer Kombination aus Hochbett und Schrank für mehr freie Fläche sorgen. Beispiel: Sie schlafen auf einer Höhe von cirka 1,20 Meter. Der Höhenunterschied kann leicht mit einer kleinen Leiter überwunden werden. Unter ihrem Bett findet ein Schrank seinen Platz. Im Handel finden Sie entsprechende Modelle. Wer mag, kann auch selbst bauen. So können Sie das Möbelstück individuell den räumlichen Gegebenheiten anpassen.

Die frei gewordenen Flächen können Sie beispielsweise für einen Schminktisch verwenden. So hat die Dame des Hauses ihre Schmink-Utensilien hübsch und praktisch an einem Ort verstaut. Die Aufbewahrungsmöglichkeiten im wahrscheinlich auch kleinen Badezimmer werden entlastet. Zusätzlich sorgt der Spiegel auf dem Schminktisch für Weite. Er muss nur von möglichst vielen Positionen aus sichtbar sein. Passende Modelle in hellen Farben finden Sie beispielsweise online.

Platz zaubern im Badezimmer

Die Bäder in kleinen Wohnungen sind selten groß, in Großstädten passt teils das Wort „Raum“ kaum zur niedrigen Quadratmeterzahl. Aber auch in einem „Schlauchbad“ lässt sich mit ein paar Tricks eine Menge unterbringen.

Beginnen Sie mit einem Unterschrank für das Waschbecken. Hier lassen sich Ihre Handtücher gerollt wesentlich platzsparender unterbringen, als wenn Sie sie gefaltet aufbewahren. Ein Spiegelschrank an der Wand über dem Waschbecken hat gleich zwei Vorteile:

  1. Sie können in ihm Zahnbürste, Zahnpasta, Cremes, Rasierzeug und weiteres Pflegezubehör unterbringen.
  2. Durch die Spiegel an den Türen wirkt das Badezimmer größer.

Auch sollte Sie bei einem kleinen bis sehr kleinen Badezimmer die Ecken ausnutzen und beispielsweise in einem Eckschrank oder -regal die restlichen Utensilien unterbringen.

Falls Sie keine zu nutzenden Ecken haben, setzen Sie auf Regale zum Hängen. Das schafft mehr Fläche, weil Sie den Fußboden nicht zustellen, aber trotzdem alles griffbereit aufheben können.

Mit ein wenig Kreativität schaffen Sie mit diesen Tipps viel mehr Platz.